Spielarten
Recreational Paintball (Abk. RecBall, dt. Freizeit-Paintball)
ist der Überbegriff für jedes Paintball-Spiel, bei dem man nicht um
Geld spielt. RecBall enthält viele verschiedene Spielarten, so z. B. Big Games und Scenario Games.
Es gibt eine Vielzahl an Variationen von RecBall-Spielfeldern. So wird
sowohl im Wald als auch auf speziell angelegten Feldern oder in Hallen
gespielt. Man spielt es nur zum Spaß und zur körperlichen Ertüchtigung
ohne einem Team anzugehören und dem Druck zu unterliegen, gewinnen zu
müssen. Aus diesem Grund nehmen RecBall-Spieler nicht an Turnieren teil.
Speedball ist ein Überbegriff für Paintballspiele, die sich
auf relativ kleinen, übersichtlichen und ebenen Feldern abspielen.
Speedball ist eine Spielart mit meistens künstlichen Deckungen. Das
Spiel wird durch die kurzen Entfernungen und für beide Parteien gerecht
angeordneten Deckungen sehr schnell gespielt.
Sup'Air Ball Beim Sup'Air Ball sind die Deckungen aufblasbare
geometrische Körper, also Zylinder, Kegel, Kästen etc. Turniere finden
heutzutage fast ausschließlich auf Sup'Air Ball-Feldern statt.
Hyper Ball War ein Versuch, Turnierpaintball aus den Wäldern
auf offene Konzeptspielfelder zu verlegen. Kunststoff Röhren
verschiedener Durchmesser und Längen wurden als Deckungen benutzt. Kurz
nach der Einführung dieser Spielfeldform, wurde sie bereits durch
Sup'Airball abgelöst. Und spielt heute keinee Rolle im turnierpaintball
mehr.
XBall Eine jüngere Form des Paintballsports, für die das
klassische Sup'Air Ball-Format mediengerecht aufbereitet wurde. Die
Mannschaften spielen im Fünf-Mann-Format rundenbasierend gegeneinander
um Punkte – immer zwei Mannschaften gegeneinander auf Zeit. Je einen
Punkt gibt es für das „Reißen“ und „Hängen“ der Flagge, oder das
Betätigen eines Buzzers. Das Spiel wird hier nach dem Hängen der Flagge
nicht beendet, sondern für zwei Minuten unterbrochen, in denen die
Spieler Anweisungen des Trainers bekommen, ausgewechselt werden und
sich auf das nächste Spiel im Spiel vorbereiten können. Danach startet
das nächste (Punkte)Spiel von vorne.
- Das Spiel ist dadurch wesentlich schneller geworden und die
Mannschaften spielen risikofreudiger, da der Verlust einer Fahne nicht
die Niederlage für das Spiel bedeutet.
- Ebenso ist die Größe der Mannschaften gewachsen. Es treten zwar nur
je fünf Mann gegeneinander an, jedoch über eine längere Zeit. Daher
gibt es meistens mehrere „Lines“, die auf das Feld gehen, ähnlich wie
beim Eishockey.
Woodland: Das klassische Woodlandspielfeld befindet sich im Wald und enthält keine oder nur sehr wenige künstliche Deckungen. Die Bezeichnung Woodland
wird auch als Überbegriff für alle Spielarten verwendet, die auf
unebenem oder unübersichtlichem Terrain gespielt werden. Spielfelder
dieser Art sind die ursprünglichen Spielfelder, die im Paintball
Verwendung fanden. In Deutschland sind solche Felder heutzutage
schwierig zu finden, da die rechtlichen Bestimmungen eine legale
Eröffnung erschweren. Woodland ist nicht zu verwechseln mit illegalem
Spielen im Wald. Unter den Überbegriff Woodland fallen auch:
- Reenactment: Diese Spielart ist im Paintball recht neu, aber
in anderem Kontext und z. B. mit Schreckschuss-Waffen v. a. in den
Vereinigten Staaten schon länger bekannt. Hierbei werden geschichtliche
Ereignisse wie z. B. der D-Day oder andere Schlachten nachgespielt, mit dem Anspruch, relativ geschichtstreu zu sein.
- Szenario: Diese Spielart basiert auf „szenischen“ oder
Themenhintergründen, wobei die Themen von Film- und Buchvorlagen bis zu
geschichtlichen Vorlagen reichen. Hier dienen die Themen allerdings nur
als „Umgebung“, auf der das Szenario aufgebaut wird.
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