Paintball / Gotcha Wiki

Auf den folgenden Seiten gibt es ein kleines „What Is What“ zum Thema Paintball.

 

Paintball / Gotcha

Paintball ist ein Mannschaftssport, bei dem man Gegenspieler mit Farbkugeln (Paintballs) beschießt. Getroffene Spieler müssen das Spielfeld verlassen.
Das Spiel ist beendet, wenn einen Mannschaft die an der gegnerischen Startposition befindliche Flagge gerissen und zur eigenen Startposition gebracht hat (Capture the Flag), oder einen an der gegnerischen Startposition befindlichen Buzzer betätigt hat (XBall, M7).

Paintball bekommt seinen Namen durch die verwendete Farbmunition, die aus mit Lebensmittelfarbe gefüllten Gelatinekugeln des Kalibers .68 (0,68 Inch Durchmesser, d. h. 17,3 mm) besteht, die durch den Gasdruck einer CO2- oder Luftdruckflasche mit dem sogenannten Markierer, einer Luftdruckwaffe, verschossen werden. In Deutschland sind solche Markierer ab dem 18. Lebensjahr frei erwerbbar.

Der Paintballsport verbreitet sich stetig. In Deutschland gibt es, neben anderen Turnierserien, die Deutsche Paintball Liga (DPL) Diese besteht aus der 1. und 2. Bundesliga und 4 Regionalligen. Die Millenium-Series ist eine europäische Liga.

Die Bezeichnung „Gotcha“, die ausschließlich in Deutschland für das 1981 in den Vereinigten Staaten entstandene Spiel z. T. verwendet wird, ist ein amerikanischer Slangausdruck und steht für „I got you!“. International und auch vom Ursprung her fallen sämtliche Formen des Spiels unter den Begriff „Paintball“.

 

Kurzdefinition Turnierpaintball

Turnierpaintball ist eine Trendsportart aus den USA, bei der zwei Teams, bestehend aus 5 oder 7 Personen, auf einem Platz von etwa einem Viertel der Größe eines Fußballfeldes, der mit aufblasbaren Hindernissen versehen ist, versuchen zum jeweils gegenüberliegenden Startpunkt zu gelangen, um die dortige Flagge zum eigenen Startpunkt zurück zu bringen. Hierbei ist jeder Spieler mit einem Markierer ausgerüstet, der es ihm möglich macht, Farbkugeln zu verschießen um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen oder gegnerische Spieler aufzuhalten. Platzt eine Farbkugel auf einem Spieler oder seiner Ausrüstung auf, scheidet dieser aus dem laufenden Spiel aus.

 

Ausrüstung

Schutzmaske
Die Bewegungsenergie von Paintballs ist ausreichend, um den Spielern gefährliche Verletzungen im Gesicht zuzufügen. Daher ist das Tragen einer Schutzmaske auf dem Spielfeld erforderlich. Das verwendete Sicherheitsglas (meistens Lexan) des Sichtfensters ist so beschaffen, dass es der Bewegungsenergie der Paintkugeln widersteht.


Weitere Schutzausrüstung
Da es beim Paintball-Sport ohne entsprechende Schutzausrüstung zu empfindlichen Verletzungen kommen kann, werden neben der oben beschriebenen Schutzmaske häufig weitere Ausrüstungsteile getragen.
Neoprenbinden oder einfache Schals finden Anwendung als Hals- bzw. Kehlkopfschutz.
Neben einem Suspensorium werden oft Knie- und Ellenbogenprotektoren getragen, die besonders bei SupAir-Spielern auf hartem Hallenboden bevorzugt eingesetzt werden, um Hechtsprünge (genannt „Superman“) über Deckungen hinweg abzudämpfen.
Auch Handschuhe werden von vielen Spielern getragen, da die Hände, vor allem aber die Finger sehr empfindlich sind.
Des Weiteren ist es – auf fast allen Spielfeldern – Pflicht, außerhalb des eigentlichen Spielfeldes ein Barrel Plug (deutsch: Laufstopfen) oder ein Laufkondom über den Lauf zu stülpen. Dieses Laufkondom verhindert, dass sich die Kugel, falls sich einmal ein Schuss lösen sollte, selbstständig macht und Passanten trifft. Barrel Plugs werden immer häufiger nicht mehr akzeptiert, da diese sich nach einem oder zwei Schüssen lösen können. Die Laufkondome werden daher bevorzugt.

Markierer
Hier unterscheidet man zwei Klassen:

  1. Pump-action-Markierer, bei denen für jeden Schuss der Markierer repetiert werden muss.
  2. Semiautomaten, die bei jedem Abdrücken einen Schuss auslösen und automatisch den nächsten Paintball nachladen. Innerhalb der Semiautomaten-Klasse werden Markierer, die einen elektronischen Abzug besitzen, als e-Pneumaten bezeichnet. Diese Bezeichnung ist manchmal irreführend, weil traditionellerweise nur Markierer als ePneumaten bezeichnet werden, bei denen der gesamte Schussablauf elektronisch gesteuert wird. Günstigere Markierer, bei denen der mechanische Abzug durch eine elektromagnetische Vorrichtung ersetzt wurde, werden oft ebenfalls als ePneumaten bezeichnet.

Die Schussrate der Markierer kann theoretisch bis zu ca. 30–35 Bälle pro Sekunde betragen, wird aber durch technische Vorrichtungen beschränkt. Der hauptsächlich begrenzende Faktor bei der Schussrate besteht darin, dass nicht schnell genug Paintballs in den Schusskanal eingeführt werden können. Ursache dafür ist die mangelnde Festigkeit der Farbbälle. Diese zerplatzen sehr leicht wenn sie gedrückt werden (sie sind nur etwas fester als rohe Eier) und verkleben dann den Schusskanal, was zur Ladehemmung führt.
Das Markieren erfolgt mittels einer Farbkugel („Paintball“) mit dem Kaliber .68 (d. h. Durchmesser 17,3 mm). Er besteht aus einer Gelatinehülle, die mit Lebensmittelfarbe gefüllt ist. Trifft der Ball auf ein Hindernis, so platzt er meistens auf und hinterlässt einen farbigen Fleck.
Paintball-Markierer fallen in Deutschland unter das Waffengesetz. Sie dürfen ab dem 18. Lebensjahr, wie Luftgewehre oder Schreckschußwaffen, frei erworben werden.

Hopper
Als „Hopper“ wird der Munitionsbehälter bezeichnet, der sich meistens oberhalb des Markierers befindet.
Es existieren

  • Schüttelhopper, die die Kugelzufuhr rein durch die Erdanziehungskraft gewährleisten bzw. durch Schütteln die Paintballs zum Nachrollen bringen und
  • elektronische Hopper, die durch einen internen, elektrisch angetriebenen Quirl die Paintballs in Bewegung halten und ein Verstopfen verhindern.
  • Eine Sonderversion der Hopper sind die so genannten „Forcefeeder“, bei denen die Munitionszufuhr nicht über die Schwerkraft erfolgt, sondern die Paintballs mit Kraft („Force“) in den Markierer gedrückt werden, um so sehr hohe Schusskadenzen zu erreichen. So werden 22 und mehr Balls per Second (Bälle pro Sekunde) möglich. Diese Variante ist meistens elektrisch, es gibt aber auch mechanische Varianten, bei denen eine Feder (wie bei einer Uhr) aufgezogen werden muss (Q-Loader).

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel “Paintball” aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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