Begrifflichkeit und Entwicklung zum Sport
Die Bezeichnung „Gotcha“, die ausschließlich in Deutschland für das
1981 in den Vereinigten Staaten entstandene Spiel z. T. verwendet wird,
ist ein amerikanischer Slangausdruck und steht für „I got you!“. International und auch vom Ursprung her fallen sämtliche Formen des Spiels unter den Begriff „Paintball“.
Während Turniere schon kurz nach der Entstehung von Paintball abgehalten wurden,
gab es erst 1992-93 einen Quantensprung in Richtung Paintball als Sport
mit der Gründung der NPPL. Mit den ersten Fernsehübertragungen von
Paintballturnieren durch ESPN 1993 und den ersten
Paintball-Weltmeisterschaften 1996 etablierte sich der Sport und war
nun einem breiteren Publikum zugänglich.
Heutzutage teilen sich die Paintballspieler landläufig in
„Fun-Spieler“ und „Turnier-Spieler“. Während Turnier-Spieler
ausschließlich auf SupAir-Felder anzutreffen sind, ist die
Fun-Spieler-Gemeinde oft auf Waldspielfeldern zu finden.
Oft wird, in der Öffentlichkeit und auch in der deutschen
Paintballgemeinde, Woodlandpaintball als „Gotcha“ bezeichnet. Da in
Deutschland eine starke Angst vorherrscht, dass Paintball verboten
werden könnte und Tarnkleidung tragende Woodlandspieler einen
martialischeren Eindruck erwecken können, führt diese Unterteilung und
„Herabwürdigung“ eines Teils der Paintballgemeinde zu häufigen
Spannungen zwischen den Gruppen.
International wird hauptsächlich zwischen „Rec-Playern“ („Rec“ wie
recreational), also Spielern, die Paintball als Freizeitbeschäftigung
ansehen, „Scenario-Playern“, die Szenarien und Themen als Spielumgebung
wählen, „MilSim“ (Military Simulation, Militärsimulation), die
möglichst realistisch Kampfsituationen nachstellen, und
„Tournament-Playern“, also Turnierspielern unterschieden. Szenario-
oder MilSim-Spiele finden aufgrund ihres möglichen militärischen
Hintergrunds in Deutschland nur begrenzt statt.
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