Ausrüstung
Schutzmaske
Die Bewegungsenergie
von Paintballs ist ausreichend, um den Spielern gefährliche
Verletzungen im Gesicht zuzufügen. Daher ist das Tragen einer
Schutzmaske auf dem Spielfeld erforderlich. Das verwendete
Sicherheitsglas (meistens Lexan) des Sichtfensters ist so beschaffen, dass es der Bewegungsenergie der Paintkugeln widersteht.
Weitere Schutzausrüstung
Da es beim Paintball-Sport ohne entsprechende Schutzausrüstung zu
empfindlichen Verletzungen kommen kann, werden neben der oben
beschriebenen Schutzmaske häufig weitere Ausrüstungsteile getragen.
Neoprenbinden oder einfache Schals finden Anwendung als Hals- bzw.
Kehlkopfschutz.
Neben einem Suspensorium
werden oft Knie- und Ellenbogenprotektoren getragen, die besonders bei
SupAir-Spielern auf hartem Hallenboden bevorzugt eingesetzt werden, um
Hechtsprünge (genannt „Superman“) über Deckungen hinweg abzudämpfen.
Auch Handschuhe werden von vielen Spielern getragen, da die Hände, vor allem aber die Finger sehr empfindlich sind.
Des Weiteren ist es – auf fast allen Spielfeldern – Pflicht, außerhalb des eigentlichen Spielfeldes ein Barrel Plug (deutsch: Laufstopfen) oder ein Laufkondom über den Lauf zu stülpen. Dieses Laufkondom verhindert, dass sich die Kugel, falls sich einmal ein Schuss lösen sollte, selbstständig macht und Passanten trifft. Barrel Plugs werden immer häufiger nicht mehr akzeptiert, da diese sich nach einem oder zwei Schüssen lösen können. Die Laufkondome werden daher bevorzugt.
Markierer
Hier unterscheidet man zwei Klassen:
- Pump-action-Markierer, bei denen für jeden Schuss der Markierer repetiert werden muss.
- Semiautomaten, die bei jedem Abdrücken einen Schuss auslösen
und automatisch den nächsten Paintball nachladen. Innerhalb der
Semiautomaten-Klasse werden Markierer, die einen elektronischen Abzug
besitzen, als e-Pneumaten bezeichnet. Diese Bezeichnung ist
manchmal irreführend, weil traditionellerweise nur Markierer als
ePneumaten bezeichnet werden, bei denen der gesamte Schussablauf
elektronisch gesteuert wird. Günstigere Markierer, bei denen der
mechanische Abzug durch eine elektromagnetische Vorrichtung ersetzt
wurde, werden oft ebenfalls als ePneumaten bezeichnet.
Die Schussrate der Markierer kann theoretisch bis zu ca. 30–35 Bälle
pro Sekunde betragen, wird aber durch technische Vorrichtungen
beschränkt. Der hauptsächlich begrenzende Faktor bei der Schussrate
besteht darin, dass nicht schnell genug Paintballs in den Schusskanal
eingeführt werden können. Ursache dafür ist die mangelnde Festigkeit
der Farbbälle. Diese zerplatzen sehr leicht wenn sie gedrückt werden
(sie sind nur etwas fester als rohe Eier) und verkleben dann den
Schusskanal, was zur Ladehemmung führt.
Das Markieren erfolgt mittels einer Farbkugel („Paintball“) mit dem
Kaliber .68 (d. h. Durchmesser 17,3 mm). Er besteht aus einer
Gelatinehülle, die mit Lebensmittelfarbe gefüllt ist. Trifft der Ball
auf ein Hindernis, so platzt er meistens auf und hinterlässt einen
farbigen Fleck.
Paintball-Markierer fallen in Deutschland unter das Waffengesetz. Sie dürfen ab dem 18. Lebensjahr, wie Luftgewehre oder Schreckschußwaffen, frei erworben werden.
Hopper
Als „Hopper“ wird der Munitionsbehälter bezeichnet, der sich meistens oberhalb des Markierers befindet.
Es existieren
- Schüttelhopper, die die Kugelzufuhr rein durch die
Erdanziehungskraft gewährleisten bzw. durch Schütteln die Paintballs
zum Nachrollen bringen und
- elektronische Hopper, die durch einen internen, elektrisch
angetriebenen Quirl die Paintballs in Bewegung halten und ein
Verstopfen verhindern.
- Eine Sonderversion der Hopper sind die so genannten „Forcefeeder“,
bei denen die Munitionszufuhr nicht über die Schwerkraft erfolgt,
sondern die Paintballs mit Kraft („Force“) in den Markierer gedrückt
werden, um so sehr hohe Schusskadenzen zu erreichen. So werden 22 und
mehr Balls per Second (Bälle pro Sekunde) möglich. Diese
Variante ist meistens elektrisch, es gibt aber auch mechanische
Varianten, bei denen eine Feder (wie bei einer Uhr) aufgezogen werden
muss (Q-Loader).
Anmerkung des FSC Leipzig: Die Rot markierten Ausrüstungsteile sind bei uns selbstverständlich in der Leihausrüstung inclusive.
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